07/10/2026
Was ich richtig gut kann:
Das Potenzial einer Immobilie einschätzen.
Logistik klären.
Zielgruppen einschätzen.
Projekte organisieren.
Den Überblick behalten.
Was ich nicht ❌gut kann:
Meine Mama verlieren.
Sie war mehr für mich als Mama. Sie war meine Verbündete, meine Vertraute und mein Ruhepol. Und ich habe immer gerne zu ihr aufgeschaut.
Gestern habe ich mir in der Küche stark den Kopf gestoßen. Am Hinterkopf hat es angefangen zu bluten. Meine Tochter hat die Mutter ihrer Freundin in die Wohnung gelassen, um mir zu helfen, weil mein Kreislauf nicht stabil war.
Und alles, was ich danach gedacht habe, war:
Oh je, es war nicht aufgeräumt.
Die Gläser vom Vorabend standen noch auf dem Couchtisch, Schuhe lagen im Flur und so weiter.
Weil man nach außen gerne die Fassade aufrechterhält. Immer funktionieren muss. Alles perfekt machen möchte. Dabei ist in einem Ausnahmezustand alles andere als perfekt.
Wenn ich Erbimmobilien betrete und in das Leben von Menschen eintauche, ist es manchmal genau das Gleiche. Es geht nicht darum, ein Leben auszulöschen oder so zu tun, als wäre hier nie gewohnt worden. Sondern darum zu sagen: Okay, wir machen das fürs Außen fit und kümmern uns darum, dass genau diese Geschichten nicht zusätzlich belasten.
Ich komme wieder rein ins Business. Ich weiß, was ich kann. Das kommt zurück. Mama eben nicht. Gerade braucht es eben Zeit. Und ehrliches Hinschauen.
Denn gerade trauere ich um meine Mama. Um einen Menschen, der nicht einfach nur meine Mama war, sondern der Mittelpunkt unserer Familie. Eigentliche Dekoqueen und mein größtes Vorbild.
Deine großen Schleifen fehlen. Dein Ton-in-Ton. Dein Rosa. Dein Geschmack und Stil. Dein Lachen. Deine Hand, dein Blick, deine Nähe.
Ich vermisse dich schmerzlich.
Vielleicht ist genau das die ehrlichste Form von Professionalität: zu wissen, was man kann. Und gleichzeitig zu wissen, wann man einfach nur Mensch sein darf.
Alles andere als perfekt.